Melbourne Airport

Wie fühlt sich Australien an, jetzt wo ich da bin? Bisher nach Kopfschmerzen. Zu wenig getrunken im Flieger, dafür aber geschlafen. Das zahlt sich gerade auch aus, denn nachts bzw. früh morgens um 2.15h anzukommen ist wahrlich blöde, aber ließ sich nicht anders bewerkstelligen mit Emirates. Mit Passkontrolle und Koffer holen war ich dann um 3.00h mit allem fertig. Deutschland ist 10 Stunden zurück, also war es da gerade mal 17.00h. Dummerweise funktioniert mit meinem neuen Handy kein Auslands-Roaming, weil das erst nach 4 Wochen freigeschaltet wird. Die Logik dahinter erklärt sich vermutlich nur einigen wenigen Bürokraten, die sich auf die Schenkel klopfen angesichts solcher heldenhaften Ideen. Aber ich schweife ab, das muss wohl an meinem letzten Buch liegen: „Das Labyrinth der träumenden Bücher“, das nur so vor Mythenmetz’schen Abschweifungen strotzt. Und schon wieder so eine Abschweifung. Und weil die Frage schon wieder so weit zurückliegt: Wie fühlt sich Australien an, jetzt, hier – nach vier Stunden? Kalt. Melbourne hat es gerade mal auf 12°C gebracht in der Nacht, dafür soll es am Tag mit leichter Bewölkung auf 24°C ansteigen. Besser.

Ich habe mich deshalb nur kurz vor der Tür aufgehalten, um zu sehen, wo ich gleich den SkyBus in die Stadt nehme und von dort aus dann weiter zu meinem Hotel pilgere. Und dann benötige ich noch einen Reiseführer, denn Australien stand ja ursprünglich nicht so wirklich auf meiner Liste und deshalb habe ich mich auch gegen einen Reiseführer aus deutschen Landen entschieden und werde mich hier umschauen. Empfehlenswert unter Backpackern und jungen Reisenden scheint hier der Lonely Planet für ganz Australien zu sein. Zwar werde ich den Westen nicht besuchen und es gibt eine Ausgabe extra für die Ostküste und Melbourne, aber dort steht wohl eins zu eins das gleiche drin, wie in der anderen Ausgabe auch. Nicht detaillierter, nur dünner. Direkt schon was im Flieger gelernt.

Nun sitze ich hier im Flughafen bei dem Restaurant mit den goldenen Bögen im Logo und tippe vor mich hin. Parallel versuche ich, mit dem Restakku meines Laptops mein Mobiltelefon aufzuladen, damit ich es ggf. nachher noch einmal nutzen kann, wenn ich in der Stadt bin. Free WiFi ist hier flächendeckend, wie überhaupt auf meiner bisherigen Reise. Daran könnte sich Deutschland echt mal ein Beispiel nehmen, wenigstens an Flughäfen, Bahnhöfen und dergleichen.