Sydney, nicht Sidney

Endlich Ostküste, endlich Sydney. Ja Sydney. Nicht Sidney. Es heißt auch übrigens Silvester und nicht Sylvester. Letzterer ist der Herr Stallone, der sich für Rocky die Visage hat vermöbeln lassen und deren Dellen man heute immer noch sehen kann, da hilft auch keine Botox-Invasion mehr. Also hier die Eselsbrücke, für alle, die sich das gerne merken möchten, aber bisher nicht konnten: Sidney ist ein Männername und Sylvester auch. in beiden kommt jeweils EIN Ypsilon vor, keine zwei oder gar keines. Exakt eines. Sozusagen nur ein Y-Chromosom. Capiche? Gut, dann können wir ja weitermachen. Was? Wie? Immer noch Verständnisprobleme? Dann vielleicht die geographische Variante. Wer mich also hier besuchen möchte (ich bin aber nur bis Sonntag hier, dann geht es weiter), dem empfehle ich die Lektüre des SpOn-Artikels, in dem ein 21jähriger Deutscher ins kalte Montana nach Sidney fliegt, wo doch seine Freundin im sonnigen Sydney weilt, also in Australien und nicht in den USA. Jetzt sollte es wirklich sitzen. Weiter im Kontext.

Sydney – Tag 1

Sydney also. Endlich. Ich hatte mich über AirBnB für ein Privatzimmer „beworben“ und es auch bekommen. Es ist in Coogee, einem der beliebtesten Stadtteile in Sydney, wenn man Insider-Informationen glauben darf. Kann ich gut verstehen, denn in weniger als 10 Minuten ist man an der felsigen Steilküste und kann einem alten Ziegenpfad, der heute als schön gemachter Küsten-Spazierweg ausgebaut ist, folgen. Auf diesem Weg gelangt man dann nach Coogee Bay. Das ist dann ein hübscher Sandstrand in einer kleinen Bucht. Hier pulsiert das Leben, vielleicht auch deshalb, weil gerade Sommerferien sind. Aber meine Gastgeberin (Host) sagte mir, dass das wohl immer so ist. Ich habe wirklich großes Glück bei dieser Reise. Bisher sind alle Unterkünfte absolut toll, was auch auf mein kleines Zimmer in Coogee zutrifft. Bad, Küche und Wohnzimmer darf ich mitbenutzen. Meine Gastgeberin ist Autorin und absolut nett und zuvorkommend. Sie hat selbst mehr als 13 Jahre in London gelebt, kennt also auch Europa und entsprechend hat sie sich auf Touristen gut eingestellt. Ich für meinen Teil genieße gerade die Ruhe eines Einzelzimmers, auch wenn das Haus direkt an einer gut befahrenen Hauptstraße liegt. Egal, da habe ich in den letzten Tagen schon andere Kaliber an Unterbrinung gehabt. Einzig die drückende schwüle Hitze macht mir ganz schön zu schaffen und hat dafür gesorgt, dass ich mir gerade eine leichte Erkältung wegen Klimaanlagen und so eingefangen habe. Kommt wohl mal vor, macht aber nichts, ich kann das ja aufgrund des maritimen Klimas (Seeluft) und der Sonne gut aussitzen.

Morgen dann geht es rein nach Sydney, dafür fehlte mir heute sowohl die Zeit als auch der Drive. Ich habe mich gut versorgt mit Lebensmitteln für die kommenden Tage und freue mich darauf, endlich mal wieder Action zu haben. Canberra war dafür ja nicht der richtige Ort. Sydney ist da schon ein anderes Kaliber. Stay tuned!